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FORTBILDUNG: „Teambezogene Interventionen“
Diese Fortbildung richtet sich an Institutionen, in denen Mitarbeitende in Teams und teilweise auch in unterschiedlichen Berufsgruppen arbeiten. Die Mitarbeitenden in Teams leiden häufig unter Zeitdruck, Personalengpässen, und zahlreichen herausfordernden Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen und deren Familien.
Obwohl viele Ressourcen und Kompetenzen vorhanden sind, kommt es auf allen Seiten immer wieder zu Überforderungen, die zu Frust führen. Dies wiederum wirkt sich auf die alltägliche Arbeit aus, so dass man sich schnell in einem Teufelskreis wieder findet. Es kann hierdurch dazu kommen, dass die Teammitglieder sich mehr als Einzelkämpfer fühlen und auf die gegebenen Umstände reagieren, anstatt einen gemeinsamen roten Faden zu verfolgen. Trotz Zeiträumen für Austausch und Besprechungen bleibt es häufig bei einer Feststellung des Ist-Zustandes, anstatt ein gemeinsames Ziel in der Arbeit für die Kinder und Jugendlichen zu entwickeln.
In diesem Workshop möchten wir Sie in Methoden /Interventionen einführen, die den Teams ermöglichen, wieder zu einer gemeinsamen Haltung zu finden. Hierbei geht es darum, bspw. Fallbesprechungen effektiv und strukturiert zu nutzen, und deutlich zu machen, dass eine Investition in die Durchführung einer dieser Methoden im Nachgang viel Energie, Zeit und Nerven einsparen kann. Wenn ein Team wieder eine gemeinsame Haltung entwickeln kann und an Klarheit gewinnt, bietet dies für alle Orientierung und die vorhandenen Ressourcen können zu einem Strang gebündelt werden.
Der vorhandene Facettenreichtum an Kreativität, Engagement, Leidenschaft, Inspiration, Wissen und Vielfalt kommt wieder zum Tragen. Durch die vorgestellten Methoden können gemeinsame Begeisterung, Motivation und Unterstützung wieder gefördert werden, was sich dann auch positiv auf die Klient:innen und ihre Familien auswirkt.
Wenn wir Ihre Neugierde geweckt haben, können Sie gerne für Teamtage oder teaminterne Fortbildungen anfragen. Je nach zeitlichem Umfang werden die genauen Inhalte individuell gestaltet.
Wir benutzen die Methoden im Kinder- und Jugendbereich, sie sind jedoch auch im Erwachsenenbereich anwendbar.
Informationen zur Teilnahme
Weitere Informationen folgen
Mitwirkende: Gino & Theresa Riedel
WORKSHOP: Integration dysfunktionaler Anteile I.D.A©
Umgang mit destruktivem Verhalten – Ausstieg aus dem pathologischen Bindungssystem.
Diese Methode wurde von uns entwickelt und in unserer Arbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und in der Zusammenarbeit mit Jugendhilfeeinrichtungen erprobt. Es handelt sich um eine Methode, die sowohl auf professionelle Team-Arbeit ausgerichtet ist, als auch im pädagogischen oder therapeutischen Einzelsetting angewendet werden kann. Die Workshops sind daher für Einzelpersonen buchbar. Einrichtungen können aber auch gerne auf uns zukommen, um die Fortbildung als Team zu buchen.
Im pädagogischen Alltag begegnen uns häufig Jugendliche mit Verhaltensweisen, die uns an unsere Grenzen führen: Beziehungsgestaltung über aggressives oder suizidales Verhalten, Selbstverletzung oder die Androhung dessen, oder auch destruktives Verweigerungs- oder Vermeidungsverhalten (Verweigerung von Essen, Aufstehen etc.).
Dies kann bei den pädagogischen MitarbeiterInnen zu einem massiven emotionalen Druck führen, Verantwortung für den Jugendlichen übernehmen zu müssen. Möglicherweise führt das dazu, erpressbar zu werden, die eigenen Bedürfnisse nicht mehr wahrnehmen zu können, sich fachlich nicht mehr hilfreich zu fühlen, den eigenen Druck nicht mehr gut regulieren zu können und somit in der Beziehungsfalle zu landen – und in das pathologische Bindungssystem einzusteigen.
Die Jugendlichen sind ihren destruktiven Anteilen häufig selbst hilflos ausgeliefert, können ihr eigenes Verhalten selbst schwer verstehen und ihre Emotionen kaum regulieren, und sind somit dringend darauf angewiesen, dass Außenstehende in solchen Situationen für sie da sind, um gemeinsam mit den Jugendlichen den destruktiven Anteil zu begrenzen und besser kontrollierbar zu machen.
In dieser Fortbildungsreihe soll es darum gehen, für diese Thematik zu sensibilisieren, um dadurch weniger in diesen Teufelskreis zu kommen und so besser Seite an Seite mit den Jugendlichen gegen die Destruktivität anzukämpfen. Durch Verstehen solcher innerer Dynamiken und deren Entstehung soll die pädagogischen Fachkraft mehr Sicherheit gewinnen. Zudem soll die Möglichkeit eröffnet werden, eine Perspektive auf der Metaebene einzunehmen und hierdurch mehr und mehr aus der Beziehungsdynamik auszusteigen, um wieder hilfreich sein zu können.
Dabei werden wir gemeinsam erarbeiten, was ein/eine MitarbeiterIn braucht, um sich sicherer zu fühlen, und diesen Herausforderungen eingebettet in das gesamte Helfersystem (Einrichtungsleitung, Eltern, Jugendamt, KJPP etc.) begegnen zu können.
Im ersten Workshop, der auch einzeln buchbar ist, geht es um die Vermittlung von Basiswissen bzgl. Traumata und die Entstehung der traumaassoziierten Anteile im Rahmen von Entwicklungs- und Bindungstraumata. Weiterhin steht die Arbeit mit den Ressourcen des gesunden Anteils im
Vordergrund und die Methode wird grundsätzlich vermittelt und erprobt. Die Teilnehmenden stellen Klienten/-innen aus der eigenen Arbeit vor. Ziel ist es, dass die Mitarbeitenden am Ende des ersten Blocks für diese Klienten/-innen ein individuelles Konzept entwickelt haben, um den jeweiligen gesunden Anteil und die Ressourcen zu fördern. Bis zum zweiten Block besteht Zeit, um das Erarbeitete umzusetzen.
Im zweiten Block findet eine Reflektion dessen statt, inwieweit das individuelle Konzept zur Ressourcenförderung bereits umgesetzt werden konnte und welche Veränderungen hierdurch bereits eingetreten sind. Es erfolgt eine Wissensvermittlung bzgl. der Verhaltensweisen und Überlebens-Strategien, die Menschen entwickeln, die unter traumatischem Stress aufwachsen. Hierbei stellen wir Beispiele aus der eigenen Praxis vor. Im Weiteren werden an Hand von eigenen Klienten/-innen diese dysfunktionalen und destruktiven Verhaltensweisen beleuchtet und deren Ressourcen herausgearbeitet, was zu einer Umbewertung und einer Änderung in der Haltung führen kann. Auch hier wird ein individuelles Konzept erstellt, wie diese Ressourcen im Alltag konstruktiv gefördert und genutzt, oder auch spielerisch aktiviert werden können. Ziel ist es, dass die Teilnehmenden konkrete Ideen entwickeln, wie sie die dysfunktionalen Anteile ihrer Klienten/-innen kontrolliert aktivieren können. Hierdurch sollen die Klienten/-innen dabei unterstützt werden, dass sie die Ressourcen der destruktiven Verhaltensweisen konstruktiver für sich nutzen können.
Im dritten und letzten Block findet eine Supervision statt im Bezug auf die Umsetzung der bisher erarbeiteten Konzepte. Es wird ein Modell zur Entstehung der Täter-Anteile vorgestellt und es erfolgt eine Differenzierung, wie Täter-Anteile von dysfunktionalen Überlebens-Anteilen abzugrenzen sind. Im letzten Schritt befassen wir uns mit individuellen Konzepten zur Begrenzung von Täter-Anteilen und zur Herstellung von Sicherheit aller Beteiligten, auch unter Einbezug des gesamten Helfersystems.
Informationen zur Teilnahme
Kosten: 330€, inkl. Getränke und Gebäck
Mitwirkende: Gino & Theresa Riedel
SEMINAR: Grenzen ja, aber wie?
Sowohl in der sozialen Arbeit als auch im therapeutischen Arbeitsfeld sind wir täglich konfrontiert mit dem Umgang Grenzen. Hierbei geht es nicht nur um offensichtliche Grenzverletzungen, sondern auch um die Wahrnehmung und um den Umgang mit den eigenen Grenzen, den Grenzen der Klient:innen und der Kollgen:innen. Im Berufsalltag ist es fast unmöglich sich diesem Thema ausreichend zuzuwenden, so dass es zu unabsichtlichen Grenzverletzungen kommen kann die im Anschluss wenig Beachtung finden und dennoch auf allen Seiten zu Belastungen führen können. In diesem Seminarwollen wir uns neben der verbalen Deeskalation und Möglichkeiten der pädagogischen Grenzsetzung auch mit einer ausführlichen Reflexion des Themas widmen.
Inhalte des Seminars:
Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter:innen von Jugendhilfeeinrichtungen
Informationen zur Teilnahme
Nächstes Seminar: 12.04.2024
Uhrzeit: von 9:00 -16:30 Uhr
Veranstaltungsort: Wendenstraße 493, 20537 Hamburg
Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 25 Teilnehmer:innen begrenzt.
SEMINAR: Systemsprenger „Gefangen in einem System“
Seit dem Film „Systemsprenger“ ist dieser Begriff aus Jugendhilfeeinrichtungen nicht mehr wegzudenken. Aber was genau zeichnet einen Systemsprenger aus und wieso werden so zahlreiche Systeme überhaupt gesprengt? In diesem Seminar geht es darum, die Dynamik dahinter zu verstehen. Aus diesem Verständnis heraus soll aufgezeigt werden, wie praktische Lösungsansätze entwickelt werden können, wo oft kein Ausweg mehr zu sein scheint. Die Entwicklung von neuen Lösungsstrategien sollen anhand von Fallvorstellungen herausgearbeitet werden. Darüber hinaus soll ein Verständnis für die innere Not der betroffenen Kinder und Jugendlichen, sowie der betroffenen Mitarbeiter:innen entstehen, so dass ein Ausstieg aus der Macht-Ohnmacht-Wippe ermöglicht werden kann.
Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter:innen von Jugendhilfeeinrichtungen und der Kinder- und Jugendpsychiatrie
Informationen zur Teilnahme
Veranstaltungsort:Wendenstraße 493, 20537 Hamburg
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Teilnehmer:innen begrenzt.
WEITERBILDUNG: Fachkraft für Traumapädagogik und Traumafachberatung